Kapitel 11 – Teil II

Die Rua Joao Dias Mendes führt in nördlicher Richtung bergauf. Schon nach hundert Metern Fußmarsch schnaufte Adelina. Sie spürte, wie ihr der Schweiß in Rinnsalen den Körper herunter lief. Erste feuchte Flecken zeigten sich auf der Bluse, der dünne Stoff ihres Rocks klebte an den Hüften. Sie hätte anrufen können, bevor sie sich auf den Weg machte, um sicher zu gehen, jemanden anzutreffen. Doch das hätte das Überraschungsmoment zunichte gemacht, von dem sie sich einen ungeschminkten Eindruck erhoffte. Dabei gestand sie sich ein, bereits voreingenommen zu sein. Die Berichte von Silvia und Tobias zu ihrer Betreuungssituation abzüglich eines gewissen Maßes an Mitleid heischender oder rechtfertigender Übertreibung, Wilfrieds leicht spöttische Bemerkung zum Alkoholkonsum des Sozialarbeiters und nicht zuletzt das beinahe nachahmend wirkende, in aller Öffentlichkeit zur Schau gestellte Trinkverhalten der Jugendlichen auf der Terrasse des Cafés, das nicht eben Furcht vor Sanktionen verriet, hatten in Adelina eine Vorstellung angeregt, die sie, wenn sie ehrlich zu sich war, nur noch mit eigenen Augen bestätigt sehen wollte.
Bei dem Gedanken daran wurde ihr Schritt fester, geradezu grimmig. Gleichwohl nahm sich Adelina vor, nicht von vornherein die Konfrontation zu suchen, sondern zunächst einmal zu beobachten und zu hören, in welchem Maße der Verein sich um das Wohl seiner Schützlinge sorgte. Allerdings war sie auch entschlossen genug, sich nicht nur mit leeren Worten oder losen Versprechungen abspeisen zu lassen. Und sie war voller Neugier auf das, was sie erwartete.

Das Haus Nummer vierundsiebzig, das Wilfried ihr als Adresse genannt hatte, glich in der Bauweise den in langer Reihe die Straße säumenden Gebäuden. Über dem ersten Stock, der sich durch zwei kleinere Fenster zu erkennen gab, fiel das Dach, das mit hellorangefarbenen, halbkreisförmigen Ziegeln gedeckt war, einseitig schräg zur Straße hin ab. Im Untergeschoss ließen die zwei mittelgroßen Fenster rechts und links der Eingangstür darauf schließen, dass der Flur im Inneren das Haus in zwei Hälften teilte. Wie dort üblich waren die Außenwände weiß getüncht, hervorstechend hingegen die königsblau lackierten Tür und Fensterrahmen.
Adelinas Blick fiel auf ein Messingschild, das in Augenhöhe an die Frontseite geschraubt war. Sie las:
A.A.J.E.P.
Associação de Assistencia para Jovens estranjeiros no Portugal
Jugendhilfeprojekt Die Straße</em
Dipl.Soz.päd. Rainer Zieliske
Termine nach VereinbarungTelemovel: (+351) 961 233 471

Keine Bürozeiten. Adelina schaute sich verunsichert um. Neben ihr am Straßenrand parkte ein in die Jahre gekommener VW Passat Kombi, die Parterrefenster waren schräg gestellt, die Stofflamellen der Jalousetten dahinter so gerichtet, dass sie das Sonnenlicht fern hielten. Geräusche drangen nicht nach außen. Schließlich, nach einem zögerlichen Moment, schnaufte sie einmal tief durch und drückte energisch auf den Klingelknopf.
Nichts rührte sich. Adelina trat einen Schritt zurück und schaute zum ersten Stock hinauf. Plötzlich meinte sie, hinter einem der unteren Fenster ein leichtes Schaukeln der Jalousette wahrgenommen zu haben. Sie krauste die Stirn und legte erneut ihren Finger, nun unhöflich lange, auf die Klingel. Wenige Sekunden später signalisierte ihr ein von regelmäßigem Schlappen begleitetes Ich komm ja schon, gehört worden zu sein.
„Geht doch“, murmelte Adelina vor sich hin, bevor die Eingangstür schwungvoll geöffnet wurde. Vor ihr stand, sie um Haupteslänge überragend, ein Mann in Flipflops, einer dreiviertellangen, sandfarbenen Cargohose und einem olivgrünen T-Shirt, der sie ausgiebig musterte. Adelina schätzte ihn auf Ende dreißig. Sie war überrascht. Insgeheim hatte sie jemanden erwartet, dessen Erscheinung auf die eine oder andere ihr unangenehme oder sie abstoßende Art das negative Bild des Jugendhilfevereins bekräftigt hätte, das sich in ihr eingenistet hatte. Der Mann aber, den sie nun leicht amüsiert lächelnd vor sich sah, kam ihr durchaus sympathisch vor. Mit seiner schlanken, sportlich wirkenden Figur, dem gebräunten Teint, dem ebenmäßigen Gesicht, in das die Widrigkeiten des Lebens einige Furchen gekerbt zu haben schienen, dem Drei-Tage-Bart und dem mittellangen braunen, ein wenig zerzausten Haar strahlte er zugleich etwas Jungenhaftes und Männliches aus. Er war fraglos attraktiv … und wusste es.
Adelina fühlte sich von seinem Blick aus großen blauen Augen taxiert und unwohl, als sie an ihre wohl kaum zu übersehenden Schweißflecken dachte. Sie ärgerte sich, dass eine leichte Röte in ihr aufstieg. Am liebsten hätte sie ihr Anliegen noch vor der Tür vorgetragen und wäre wieder gegangen. Und hätte es nach den ersten Metern bereits bereut. Sie rief sich zur Ordnung.
„Bom dia“, kam es ein wenig hastig über ihre trockenen Lippen. „Ich nehme an, Sie sind Rainer Zieliske? Ich möchte mit Ihnen kurz über Silvia und Tobias sprechen.
„Wieso … ja … äh.“ Für einen kleinen Moment schien der Mann seine Selbstsicherheit verloren zu haben, dann hatte er sich wieder gefangen. „Kommen Sie herein“, setzte er hinzu und ließ Adelina an sich vorbei treten.
Wie sie es sich vorgestellt hatte, führten vom Hausflur eine Tür geradevor in den hinteren Teil, zwei weitere gegenüberliegende in die Seitenflügel. Zieliske ging ihr in das linke Zimmer voraus, das allem Anschein nach als Büro diente. Schräg im Raum stand ein ausladender, schmuckloser Holzschreibtisch, auf dem sich neben dem Telefon und einem Computerflachbildschirm diverse Schriftstücke verteilten. Die Wände waren mit einem Schrank, Regalen voller Akten, Papieren und Büchern sowie einem robust aussehenden, gut einen Meter hohen Kasten, der einem Tresor glich, zugestellt. Rechter Hand gelangte man durch eine Tür, die einen Spalt offen stand, in ein anschließendes Zimmer. Zieliske bat Adelina, in einem bequemen Korbstuhl Platz zu nehmen, nestelte an der Jalousette herum, um mehr Licht herein zu lassen, setzte sich ihr gegenüber in seinen Leder bezogenen, drehbaren Schreibtischsessel und schaute sie erwartungsvoll an.
Adelina erwiderte den Blick sekundenlang und ihr schien dabei, als sei der erste Eindruck von der Person vor ihr, der sich so überraschend eingestellt hatte, im Begriff sich zu wandeln. Als hätten mit dem Gang über die Schwelle des Hauses die Atmosphäre im Inneren, das Ambiente, der allem anhaftende, individuelle Geruch oder sonst etwas dem anfänglichen Bild ein noch verborgenes Element hinzugefügt. Ein störendes, verstörendes Moment, das sie leise beunruhigte.
Auch wenn sie jenes Detail nicht zu erkennen vermochte, veranlasste sie es doch, Zieliske nun wieder achtsamer zu begegnen; ihm nur zu berichten, Silvia und Tobias seien Tags zuvor offenbar von ihren Betreuungsfamilien weggelaufen, in Aljezur von dem Deutschen Malte Tostedt ein Stück im Auto mitgenommen worden, bei ihr und ihrem Mann Kajo gestrandet, inzwischen jedoch erneut verschwunden, wahrscheinlich in Richtung Portimão. Ob er davon wisse?
Der Sozialarbeiter hatte ihr mit ausdrucksloser Miene zugehört, Adelina meinte aber zu spüren, wie stark es hinter seiner Stirn arbeitete. Schließlich beugte er sich aus seinem Sessel vor, legte die Unterarme auf die Schreibtischplatte und verschränkte die Finger beider Hände wie zum Gebet.
„Adelina … ich darf doch Adelina sagen, nicht wahr?“, hob er in einer betont lehrmeisterlichen Stimmlage an, „selbstverständlich bin ich gestern umgehend von den Projekteltern über das Ausbleiben der beiden Jugendlichen informiert worden. Und ebenso selbstverständlich haben wir sofort erste Maßnahmen ergriffen, andere Projektkinder befragt, die Polizei eingeschaltet, Freunde und Bekannte, soweit sie uns bekannt sind, angerufen und so weiter. Sie müssen sich da überhaupt keine Sorgen machen, wir haben alles im Griff. Darüber hinaus (seine Stimme bekam einen einschmeichelnden Klang) finde ich es super, dass Sie die Mühe auf sich genommen haben, persönlich vorbeizuschauen. Sich in der Weise verantwortlich zu zeigen, ist … leider, leider … sehr selten geworden.“
Wieder spürte Adelina seinen intensiven Blick auf sich ruhen, als wollte er sie damit berühren. Unwillkürlich raffte sie mit der Hand den Halsausschnitt ihrer Bluse zusammen und sah ihn im selben Moment, als sei beides eine Reaktion, trotzig geradewegs ins Gesicht. Ich glaube dir kein Wort, dachte sie zu ihm herüber, da kannst du schleimen, bis deine Lefzen sabbern. Ein Telefonat mit Vetter Toi wird zeigen, wie gut ihr mit der Polizei zusammenarbeitet.
Mit ihrem aufschäumenden Ärger hatte sie zu einem festen Stand zurückgefunden und beschloss, Zieliske nun ihrerseits zu verunsichern.
„Haben Sie denn keine eigene Suchaktion organisiert?“, fragte sie in bekümmertem Ton und unbedarft scheinender Mimik. „Ich meine, das sind doch noch Kinder.“
Zieliske schenkte ihr ein joviales Lächeln. „Adelina, wie stellen Sie sich das vor? Sollen wir blindlings die gesamte Algarve abfahren? Und Kinder … na ja, ich weiß nicht. Die meisten haben es faustdick hinter den Ohren. Die Kids sind ja nicht umsonst in unserem Projekt untergebracht. Sehen Sie, wir holen die jungen Leute da ab, wo sie stehen. Und das ist oftmals nahe am Abgrund. Wir strecken ihnen die Hand hin, aber sie müssen sie auch ergreifen. Unsere Arbeit stellt ein niederschwelliges Angebot dar, das heißt, die Jugendlichen kommen freiwillig zu uns und wissen, auf welche Regeln sie sich einlassen. Das bedeutet aber auch, sie können das Projekt jederzeit verlassen und sich für eine andere Maßnahme entscheiden. Das ist der Deal.“
Adelina stöhnte innerlich auf. Zu oft hatte sie während ihrer Jahre in der Jugendarbeit diese immergleichen sozialpädagogischen Floskeln gehört und allzu häufig feststellen müssen, dass damit nicht mehr als eine Fassade geschönt worden war. Es wurde Zeit, aus der Deckung zu gehen.
„Na, mit der Freiwilligkeit ist das ja so eine Sache“, bemerkte sie maliziös, „wenn man nur die Wahl hat zwischen Jugendknast und Projektmaßnahme im Ausland. Außerdem hat mich meine Erfahrung gelehrt, dass zumeist durchaus ernst zu nehmende Gründe vorliegen, wenn Jugendliche aus einer Betreuungssituation ausreißen, oder … Rainer?“
Zieliskes Lächeln erstarb abrupt. Er zog die Augenbrauen hoch und blickte Adelina irritiert an. Seine Gesichtszüge verhärteten sich.
„Ach, vom Fach, die Dame?“, erwiderte er spöttisch. „Hätten Sie das gleich gesagt, hätten wir uns die Einleitung sparen können. Was wollen Sie?“
Adelina antwortete nicht sofort. Ungläubig starrte sie den Mann hinter dem Schreibtisch an. Sie sah, was sie mit dem Betreten des Hauses in Unruhe versetzt hatte. Und in diesem Moment glaubte sie es auch zu riechen. Fieberhaft überlegte sie, was sie tun sollte. Zieliske konfrontieren? Aufstehen und gehen? Kajo holen? Die Polizei? Mit welcher Begründung? Aus meiner Erfahrung weiß ich … alles Unsinn. Ruhig bleiben, sagte sie sich, ganz ruhig bleiben.
Sie räusperte sich. „Ich bin einzig und allein aus dem schon genannten Grund zu Ihnen gekommen“, sagte sie bemüht freundlich. „Ich möchte bei der Suche nach Silvia und Tobias behilflich sein.“
Zieliske setzte zu einer Erwiderung an, als die Bürotür vorsichtig geöffnet wurde. Auf der Schwelle stand ein vielleicht vierzehnjähriges, noch nicht ganz waches Mädchen in Pyjamashorts und T-Shirt.
„Mara, schon aufgestanden?“, begrüßte Zieliske sie aufgeräumt. Seine Stimme hatte wieder den gewinnenden Klang. „Sie ist gestern Abend mit einem späten Flug in Faro angekommen“, fügte er erklärend für Adelina hinzu. „Um die Uhrzeit wollte ich sie nicht mehr zu ihrer neuen Familie fahren. Für solche Fälle halten wir ein Gästezimmer vor.“
„Mir war nicht gut heute Nacht“, meldete sich das Mädchen von der Tür.
„Kein Wunder“, entgegnete der Sozialarbeiter, „ nach dem, was du in dich reingestopft hast.“
„War doch nur der eine Keks“, antwortete sie.
„Na, na, da sagt mir meine Erinnerung aber etwas anderes“, erwiderte er mit einem schnellen Seitenblick auf Adelina.
„Ich find den Saft nicht, kannst du mal mitkommen, Rainer“, quengelte Mara.
„Schau mal im Schrank neben dem Kühlschrank nach. Du siehst doch, ich bin im Gespräch. Und dann würde ich es super finden, wenn du den Tisch deckst. Das schaffst du.“
„Entschuldigung“, wandte sich Adelina an Zieliske, „könnte ich auch einen Schluck zu trinken bekommen? Die Hitze, wissen Sie. Das wäre sehr nett.“
Einen Moment schien er unschlüssig, dann erhob er sich, schloss die Tür zum Nebenraum und schob das Mädchen hinaus in den Flur.
Kaum war das Schlappen seiner Flipflops verklungen, stand Adelina nach drei, vier schnellen Schritten im angrenzenden Zimmer. Der Anblick, der sich ihr bot, überraschte sie nicht mehr: Auf dem Sofa und dem Fußboden lagen einige Kleidungsstücke verstreut, die offensichtlich Zieliske gehörten. Der Couchtisch war voll gestellt mit leeren Bierflaschen, mehreren benutzten Gläsern, zwei Kaffeebechern, einer geschlossenen Keksdose aus Aluminium, einem angebrochenen Päckchen Zigarettenpapier und zwei großen ungeleerten Aschenbechern. Es roch muffig nach kalter Asche und abgestandenem Alkohol.
Adelina sah sofort, was sie suchte: neben den Kippen handelsüblicher Zigaretten einige Stummel selbst gedrehter mit gerollter Pappe als Filter.
Rasch kehrte sie zu ihrem Korbstuhl im Büro zurück. Sie hatte sich nicht getäuscht. Zieliskes große blaue Augen, die vor allem aus geweiteten Pupillen bestanden, die rot geäderte Bindehaut, die eigenhändig gefertigten Sticks, die mit Sicherheit eine Mischung aus Tabak und Cannabis enthalten hatten, die Kekse … ?
Adelina schüttelte den Kopf, sie fröstelte. Ein Kiffer und Säufer als leitender Sozialpädagoge eines Jugendhilfeprojekts. Da hatte man den Bock zum Gärtner gemacht. Wut stieg in ihr auf. Ich werde den ganzen Verein hochgehen lassen, schäumte sie vor sich hin.
Sie stand auf als sie Zieliske zurückkommen hörte. Mit einem knappen, unfreundlichen Bitte hielt er ihr ein Glas Wasser entgegen. Adelina ignorierte es.
„Ich erwarte, dass Sie sich umgehend auf die Suche nach den Jugendlichen machen“, blitzte sie den verdutzt dreinblickenden Mann an. „Ich habe gute Kontakte zur GNR. Wenn ich höre, dass Sie nichts unternommen haben, werden Sie mich kennen lernen. Also setzen Sie gefälligst Ihren Arsch in Bewegung!“
Sie stieß ihn mit dem Arm aus dem Weg und schlug die Haustür krachend hinter sich zu.

 
„Dein Erfahrungswissen und deine Beobachtungen taugen als Verdachtsmomente, sie sind aber noch keine Beweise.“ Kajo nippte an seinem Galão.
„Ich kann Anzeige erstatten“, hielt Adelina dagegen. Noch sichtlich aufgebracht zerpflückte sie eine Serviette zu kleinen Schnipseln.
„Und dann?“, erwiderte Kajo. „Er dürfte schlau genug sein, nach deinem Besuch alle Spuren zu beseitigen. Bei ihm wird nichts zu finden sein.“
„Ich spreche mit Toi.“
„Dein armer Vetter“, sagte Kajo schmunzelnd. „Erst beichten wir ihm die Verwicklung von Silvia und Tobias in die Brandsache, ihre Diebstähle, das Zurückhalten von Beweismitteln und dann beschäftigen wir ihn noch mit der Drogengeschichte des Jugendhilfevereins. Er wird sich freuen.“
Adelina traten Tränen in die Augen. Wütend warf sie den Serviettenrest über den Tisch. „Kannst du auch mal etwas Aufbauendes von dir geben?“, raunzte sie ihren Mann an.
Kajo fasste nach ihrer Hand und zog sie zu sich heran. „Adele“, sagte er begütigend, „natürlich werden wir etwas dagegen unternehmen. Und ich denke auch, Toi wird am ehesten wissen, was in diesem Fall zu tun ist. In Ordnung?“
Sie nickte. „Aber was machen wir jetzt?“, fuhr Kajo fort. „Hast du genug für heute?
Sollen wir noch zu Silvias Betreuern fahren? Wonach ist dir?“
Adelina schnäuzte sich, atmete tief durch. „Zu Hause hocken bringt uns nicht weiter. Außerdem habe ich inzwischen noch mehr als vorher das Gefühl, wir müssen die beiden als Erste finden. Mir geht auch der Typ nicht aus dem Kopf, der sich gestern bei Zé nach ihnen erkundigt hat. Lass uns zu dieser Projektfamilie fahren.“
Kajo nickte, als habe er nichts anderes erwartet. „Dann werde ich mal bei Wilfried bezahlen.“

 Copyright by Franz Bludau und Christoph Höver

Kapitel 11-2 – PDF

 

Über algarvekrimi

Christoph Höver (geb. 1949 am Niederrhein); 1967 Abitur und Studium (Jura, Pädagogik); 1973 Lehrerexamen und dann bis 1978 Schuldienst (Beamter auf Lebenszeit). Flucht vor der Perspektive eines lebenslang vorgezeichneten Wegs. Eröffnung eines kleinen (aber sehr bekannten) Cafés in der Kölner Südstadt, eines Live-Jazzclubs, Organisation von mehreren Open-Air Festivals (Jazz, Blues, Latin), Arbeit als freier Journalist (Zeitschriften, Deutschlandfunk und WDR-Radio, Autor und Realisator von verschiedenen Beiträgen für das WDR-Fernsehen), Küchenchef im Restaurant seiner Ehefrau, Programmverantwortlicher und Gesellschafter der Rheinterrassen/Tanzbrunnen GmbH in Köln, die den privatisierten städtischen Veranstaltungspark in Nachbarschaft der Kölner Messe betrieb. !997/98 Verkauf der Anteile und Umsiedlung nach Portugal (Fuzeta/Ostalgarve), wo er bis 2010 mit seiner Frau das Restaurant „La Plage“ betrieb. Neben der Arbeit im Restaurant Autor von fünf Kinderbüchern, von denen das erste auf der Frankfurter Buchmesse 2011 vorgestellt wird („Der kleine Seehund in Seeland“ - Verlag Gebrüder Kornmayer, Rödermark). Franz Bludau, geboren 1949 in Vlotho/Weser, studierte Philosophie und Germanistik in Münster/Westf., Mainz und Berlin. Nach dem Examen war er einige Jahre in der Jugendhilfe, u.a. als Heimleiter tätig, arbeitete danach als Autor für Wirtschaft, Politik und Verlage. 2001 veröffentlichte er zusammen mit Lothar Lienicke im Stamp Media Verlag, Kiel, Todesautomatik. Die Staatssicherheit und der Tod des Michael Gartenschläger. Das Buch erschien 2003 als überarbeitete Neuauflage im Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M.. Die 2. Auflage wurde 2008 herausgegeben. Mitarbeit an der TV-Dokumentation Gegen die Grenze (RBB 2004) sowie an dem TV-Spielfilm Die Todesautomatik (ZDF 2007). Franz Bludau lebt als freier Autor in Preetz (Holstein).
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