Kapitel 13

13

Mosqueiro, 16. Juli, abends

Nach dem Abendessen zog sich Adelina früh ins Schlafzimmer zurück, nachdem sie der Katzenmutter ihre energisch eingeforderte Ration gegeben hatte und mit einem heftigen Fauchen auf ihre ausgestreckte Hand bedankt wurde. Kajo schaltete währenddessen in seiner „Bürokoje“ den frisch reparierten Laptop an und öffnete nach den obligatorischen vier Minuten Wartezeit sein E-Mail Programm.
Der Posteingangsordner quoll über. Er befreite ihn von allen Vorschlägen zur Penisverlängerung, Angeboten für rezeptfreie Potenzmittel, superbillige Software aus fragwürdigen Quellen, unseriösen Arbeitsangeboten und exotischen Finanzofferten.
Übrig blieben ganze sieben Nachrichten, die er seiner Aufmerksamkeit für Wert erachtete. Zwei englischsprachige stammten von ihrer Versicherungsagentur, die daran erinnerte, dass die Beitragszahlungen der Auto- und Gebäudeversicherung bald fällig waren, eine Mail lud zum Klassentreffen seiner Abiturklasse in Bergisch Gladbach ein. Er formulierte eine kurze Absage, denn diese rückwärtsgewandten Veranstaltungen voller unwichtiger Anekdoten aus der Penne interessierten ihn nicht. Und auf das angeberische Mein Haus, mein Boot, meine Pferde, meine Pferdepflegerinnen, das zu fortgeschrittener Stunde unweigerlich von den wirtschaftlich Erfolgreichen der Klasse auf den Tisch kam, konnte er auch gerne verzichten. Zwei Newsletter von Fluggesellschaften, eine Informationsschrift der EDP (Elektrizitätsgesellschaft) blieben für die spätere Prüfung im Ordner.
Zwei Nachrichten stammten von
Ente, seinem alten Kollegen Rainer Entemann. Ente war einer der wenigen, die nach Kajos Ausscheiden den Kontakt weiter aufrecht gehalten hatten. Der Spitzname bezog sich nicht nur auf seinen Nachnamen sondern mindestens ebenso auf sein Erscheinungsbild: Die mit ein Meter zweiundsiebzig eher geringe Körpergröße glich er durch ein breites Kreuz, Körperumfang und Oberarme eines Gewichtshebers aus. Die muskulösen Oberschenkel führten zu einem leicht watschelnden Gang. Als reiche das noch nicht, hatte er sein weniges verbliebenes Haupthaar nach hinten gekämmt und mit einem Gummiband zu einem Schwänzchen zusammengefasst, das im Rhythmus seiner Schritte neckisch wippte.
Die erste Mail war auf Anfang Juli datiert, gerade einen Tag nach seinem Rechnerausfall.
Ente erkundigte sich nach Kajos Gesundheit und fragte nach den Fortschritten beim Umbau des Hauses. Neben etwas Klatsch und Tratsch aus der Abteilung schickte er nur die guten Wünsche der alten Kollegen. Die zweite Mail war einen Tag zuvor angekommen und im Ton eher ernst.
Hallo Kajo! Ist alles in Ordnung mit dir? Ich habe auf meine letzte Mail keine Antwort aus deinem Dschungelcamp erhalten. Hier hört man von schweren Bränden bei euch. Melde dich bitte mal kurz. Wenn ihr Hilfe braucht, ich habe noch ein paar Tage Resturlaub. Ich kann in zwei Tagen da sein!

Dein Kumpel Ente
Kajo antwortete sofort und beruhigte seinen alten Freund. Er wusste, ohne eine schnelle Reaktion konnte es passieren, dass Ente sich umgehend auf den Weg machen würde, um ihn zu retten.
Seine Gedanken glitten in die Kölner Zeit zurück. Obwohl er gerade einmal ein gutes Jahr hier lebte, war ihm die Domstadt zur Vergangenheit geworden. Anfänglich hatte er noch gierig die Meldungen auf den Onlineseiten der Kölner Zeitungen verfolgt, aber sein Interesse war nach und nach eingeschlafen. Die Nachricht des Freundes weckte Erinnerungen und die Neugier, sich wieder einmal über das aktuelle Geschehen in der alten Heimat zu informieren. Er rief die Online-Ausgabe des
Kölner Express auf und stöberte durch die Meldungen.
Die zahlreichen Skandale der engen Verflechtung von Politik und Wirtschaft schienen jetzt Sommerpause zu haben. Er fand auf jeden Fall keine Artikel zu dem Neubau der Messehallen und der dubiosen Rolle des Oberbürgermeisters Schramma sowie der Privatbank Sal Oppenheim, nichts über die immer noch nicht abgeschlossenen Korruptionsverfahren gegen die frühere Partei- und Verwaltungsspitze der SPD-Genossen und ihrer CDU-Kollegen, die im System des
Kölschen Klüngels natürlich auch ein ordentliches Stück vom Kuchen abbekommen hatten. Die Affären schienen verreist. Zurückgeblieben waren, wie zu dieser Jahreszeit üblich, nur die zumeist abstrusen Vorschläge parlamentarischer Hinterbänkler, die das Mediensommerloch zu nutzen suchten, den Schritt ins Rampenlicht zu wagen.
Eine der wenigen Ausnahmen bildete eine Nachricht aus Schleswig-Holstein, mit der Überschrift
Toter Landtagsabgeordneter: Lolita-Syndrom?
Kajo scrollte weiter, zögerte kurz, rückte dann den Artikel erneut in sein Blickfeld. Er erinnerte sich vage an die Meldung gut ein Jahr zuvor, ein Landespolitiker habe sich aus unerfindlichen Gründen das Leben genommen. Nun schien der Fall eine Wendung zu erfahren.
Bevor Kajo sich dem Text widmete, ging er in die Küche und holte sich aus dem Kühlschrank eine Flasche Sagres. Er öffnete sie und trank noch im Stehen einen kräftigen Schluck. Bilder zogen an seinem inneren Auge vorbei. Er sah sich mit
Ente und Robert Tersteggen, einem Kollegen aus dem Sittendezernat, an einem rustikalen Tisch in einer Kneipe sitzen, jeder ein Kölsch vor sich, und wie so oft über ihre Arbeit lamentieren. Über die chronische Unterbesetzung, die Unzahl an Überstunden, die desaströse Bezahlung und nicht zuletzt ihren Frust, nicht einmal die Spitze des kriminellen Eisbergs bewältigen zu können. Einige Straftäter dingfest zu machen, denen Dutzende neue folgten. Andere zu überführen und ihnen, hämisch feixend, kurze Zeit später wieder zu begegnen, weil sie sich einen gerissenen Anwalt hatten leisten können. Die wachsende Skrupellosigkeit und Brutalität mit ansehen zu müssen und auszuhalten.
Kajo erinnerte sich noch sehr gut an den Abend, an dem Robert ihnen seinen letzten Einsatz schilderte. Wie sein Team nach monatelangen Ermittlungen gegen eine albanische Mädchenhändlerbande eine Modelwohnung in einem anonymen Hochhaus stürmte und dort drei jugendliche Prostituierte, fast noch Kinder, vorfand. Und deren – wie sich später herausstellte – gut situierte Freier, überwiegend Familienväter, die sich allein oder zu zweit an den Mädchen zu schaffen machten oder sich mit herunter gelassener Hose bedienen ließen.
Robert hatte von der Befragung der fünfzehnjährigen Tschechin berichtet, die von ihren Peinigern seit zwei Jahren durch halb Europa geschleppt wurde. Die schon in Chemnitz, in Straßburg, in Antwerpen, in Rotterdam gezwungen worden war, ihren Körper perversen Fantasien zu überlassen und nun, vor Roberts Augen in einem nüchternen Raum des Polizeipräsidiums, nur mehr eine seelenlose Hülle zu sein schien.
Kajo hörte wieder, wie die Stimme des Kollegen mitten im Erzählstrom brüchig wurde, seine Schultern zu zucken begannen und der Zwei-Meter-Mann sich vergeblich mühte, das aufkommende Schluchzen mit einem Kölsch zu ertränken. Der Fall war der Tropfen, der das Fass der Belastung zum Überlaufen gebracht hatte.
Ein, zwei Wochen später erfuhr Kajo, dass Robert Tersteggen auf unbestimmte Zeit krank geschrieben sei und sich in einer Therapie befand. Er ließ sich auf eigenen Wunsch ins Archiv versetzen. Mehrmals noch hatte Kajo den Kontakt zu ihm gesucht, war jedoch stets auf eine Abwehr alles Vergangenen gestoßen.
Lolita-Syndrom
, eine vor dem Hintergrund seines Erinnerungsbilds verzerrende, nahezu verharmlosende Begrifflichkeit, ging es Kajo durch den Kopf, als er mit der halb leeren Flasche Bier in der Hand zu seinem Laptop zurückkehrte. Alternativ und fachlicher auch als Parthenophilie bezeichnet. Die Liebe zu Jungfrauen. Liebe? Kajo schüttelte verständnislos den Kopf. Günstigstenfalls eine Vor-Liebe, gewiss eine gestörte, Kindfrauen zum Objekt der Begierde zu machen. Doch auch das schien ihm noch eine Beschönigung, wenn er an die schonungslosen Berichte seines ehemaligen Kollegen dachte. Denn daraus äußerte sich nichts anderes als das verrohte, geldgierige Hinwerfen von verboten jungem Fleisch vor die Mäuler und Schwänze schrankenlos Getriebener.
Ein unübersehbares Anzeichen von Dekadenz? Oder war die breite Veröffentlichung solchen Geschehens allein der globalen medialen Vernetzung geschuldet? Wo und wie gab sich der Drang zu erkennen, wenn er den Weg an die Oberfläche gefunden hatte? In einer noch durch ein diffuses Verlangen gesteuerten Berührung? In einer Umarmung, die eine Sekunde zu lange dauert? Im wiederholten Spiegel-Blick von Silvias Betreuer Jakob auf ihre entb lößten, knospenden Brüste? In einer Einladung zu einer Party in einem Ferienhaus? In verlockenden Geschenken?
Kajo setzte sich vor seinen Laptop und war einen Moment unschlüssig, ob er sich weiter mit dem Artikel befassen sollte. Bis er sich bewusst machte, ihn lesen zu wollen. Er klickte auf den Button Volltext.

Toter Landtagsabgeordneter: Lolita-Syndrom?

War der Tod des schleswig-holsteinischen Landtagsabgeordneten Hanno Breidsched doch kein Selbstmord? Wie die Kieler Polizei gestern auf einer Pressekonferenz bekannt gab, sind neue Hinweise aufgetaucht, nach denen ein Fremdverschulden nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Der CDU-Politiker war am 18. Mai 2007 tot in seiner Kieler Villa aufgefunden worden. Die Todesumstände sowie ein Abschiedsbrief legten damals einen Suizid nahe.
Jetzt meldete sich ein Zeuge, der sich in den vergangenen Monaten im Ausland aufgehalten hatte. Er will in der Nacht des fraglichen Tages eine dunkel gekleidete Person mittlerer Größe auf dem Grundstück der Villa beobachtet haben. Ob die Person in direktem Zusammenhang mit dem Tod des Politikers steht, lässt sich nach dem derzeitigen Ermittlungsstand nicht beantworten. Zur Klärung des Sachstands bittet die Polizei die Bevölkerung um ihre Mithilfe.
Wie der EXPRESS zudem erfuhr, sind auf dem Computer des Toten zahlreiche pornografische Bilder und Videos – überwiegend mit minderjährigen Mädchen – gefunden worden. </
Der Pressesprecher der CDU-Landtagsfraktion erklärte dazu, dass diese Dateien vermutlich im Rahmen der Arbeit über neue Gesetzesinitiativen gegen Jugend- und Kinderpornografie im Netz auf den Computer geladen worden seien. Wörtlich sagte er: „Es ist unglaublich, wie eine übereifrige Staatsanwaltschaft aus Geltungssucht versucht, den guten Ruf und das Andenken unseres verstorbenen Kollegen Breidsched zu untergraben. Wir hoffen, dass diesem Spuk bald ein Ende gemacht wird!“

Abstreiten, rechtfertigen, austeilen. Kajo schnaubte verächtlich. Zu oft war er in seiner Arbeit bei Unternehmen, Parteien und sonstigen Institutionen der Strategie begegnet, das Abwenden eines möglichen Imageschadens höher zu bewerten als die Wahrheitsfindung. Er gab den Namen des Abgeordneten in seine Suchmaschine ein, um weitere Hintergrundinformationen zu erhalten. Umfassend schien der aktuelle Bericht der Kieler Nachrichten zu sein, der auch in einem Kasten eine biografische Rückschau des Politikers bot.
Als Jüngster von drei Brüdern 1948 geboren, machte er 1968 das Abitur in Lübeck, studierte in Hamburg und Kiel Betriebswirtschaft, wo er sich als Sprecher der CDU-nahen Studentenorganisation RCDS hervortat. Nach dem Examen machte er Karriere bei den Kieler Stadtwerken und ging in die Kommunalpolitik. Aus seiner 1975 geschlossenen und 1990 geschiedenen Ehe hinterließ er zwei Töchter.
1992 wechselte er in den Kieler Landtag und wurde wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Er war als Wirtschaftsminister im Schattenkabinett der damals oppositionellen Christdemokraten im Gespräch. Als seine Partei 2005 unter Peter-Harry Carstensen die Landesregierung von Heide Simonis übernahm, wurde sein innerparteilicher Rivale Dietrich Austermann aus Berlin zurückgeholt und übernahm das Wirtschaftsressort. Gerüchten zufolge hatte es – nicht näher bekannt gewordene – Unstimmigkeiten mit dem Ministerpräsidenten gegeben.
In den Folgejahren blieb Hanno Breidsched wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.
Sein Freitod Mitte Mai 2007 – kurz nach der Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz – kam für sein gesamtes privates und politisches Umfeld überraschend, vor allem, da trotz der ihm nachgesagten Nähe zur Energiewirtschaft seine gesamten Laufbahn ohne Skandale war.
Darüber hinaus ging der Artikel noch einmal auf die bisherigen Ermittlungsergebnisse und die jüngste Entwicklung ein. Die Herkunft der Medikamente, die mit Whisky zu einem Cocktail gemixt zu seinem Tod geführt hatten, war immer noch nicht ermittelt. Keiner seiner Ärzte hatte sie verschrieben. Es ist aber bekannt, dass solche Rezepturen und Mittel für den Freitod unschwer über das Internet zu besorgen sind. Allerdings fand man weder auf seinem Bürocomputer noch auf seinem privaten Laptop entsprechende Dateien oder Suchbefehle. Aber schließlich gab es genügend andere Möglichkeiten, sich in Internetcafés oder bei Bekannten unbemerkt die nötigen Informationen zu beschaffen.
Die Spurensicherung hatte auf dem Glas ausschließlich Breidscheds Fingerabdrücke gefunden sowie in der Wohnung keine Auffälligkeiten entdeckt, die Anlass zu weiter gehenden Ermittlungen gegeben hätten. Die Fremdabdrücke, die sichergestellt worden waren, gehörten zum engen persönlichen Umfeld. Nach Überprüfung der Alibis aller betreffenden Personen konnte deren Beteiligung am Tod von Hanno Breidsched mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.
Der Text des Abschiedsbriefes mit der kryptischen Entschuldigung
Es tut mir leid löste zahlreiche Spekulationen aus. Letztendlich einigte sich die Presse auf eine Depressionserkrankung als Ursache. Überraschend nun die Wende durch die neue Erkenntnis, mit der die Staatsanwaltschaft an die Öffentlichkeit trat.
Kajo überflog nur noch die Vielzahl ähnlicher Meldungen anderer Zeitungen. Die Pressekonferenz, mehr als ein Jahr nach der Beisetzung, trat eine neue Welle von Spekulationen los, vor allem über das Privatleben des Politikers. Ein Boulevardblatt sah sogar Parallelen zur Barschel-Affäre. Unmittelbar vor Beginn der Sommerferien bot sich der Presse ein ergiebiges Thema: die Zutaten Politik, möglicher Mord, Kinderpornografie und ein später Zeuge versprachen in Zeiten, in denen die Printmedien zunehmend unter der Konkurrenz des Internets litten, ertragreiche Auflagensteigerungen.
Alle Zeitungen im Norden widmeten dem Thema ganze Seiten, wobei die Frage nach den – nicht näher erläuterten – Gründen für den Verdacht der Staatsanwaltschaft bezüglich eines möglichen Fremdverschuldens wie auch ein genauerer Blick auf das Privatleben im Vordergrund standen. Über eine Beziehung des Abgeordneten war nichts bekannt, wenngleich ihm gelegentlich ein Verhältnis mit seiner Sekretärin nachgesagt worden war. Die Öffentlichkeit kannte ihn als fröhlich und feierfreudig, aber auch in der Hinsicht war nichts über Entgleisungen nach außen gedrungen.
Die der Regierung nahe stehenden Medien übernahmen die Version des Pressesprechers, nach der die auf dem Computer des Politikers entdeckten Dateien allein in Zusammenhang mit seinem beruflichen Engagement zu sehen seien.
Regierungskritische Zeitungen hinterfragten, welche Aufgaben im Wirtschaftsausschuss solcherlei Recherchen rechtfertigen könnten. Mit konkreten Verdächtigungen hielten sich jedoch alle zurück.
Mit einem galligen Geschmack im Mund verließ Kajo die Seiten der Suchmaschine. Erschöpfung machte sich in ihm breit. Irgendwann einmal, hoffte er, würde er die Menschen verstehen. Mit einem Versuch sich abzulenken,
wechselte er zur Wettervorschau und sah mit einer gewissen Zufriedenheit und Häme, dass Köln unter einer schwülen Hitze litt und für die nächsten Tage mit abendlichen Gewitterschauern zu rechnen war.
Mit dem Gedanken, auch in der Hinsicht in der Algarve besser aufgehoben zu sein, schaltete er den Laptop ab und schlich sich leise in das Schlafzimmer zu seiner Frau.

Copyright by Christoph Höver und Franz Bludau

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Über algarvekrimi

Christoph Höver (geb. 1949 am Niederrhein); 1967 Abitur und Studium (Jura, Pädagogik); 1973 Lehrerexamen und dann bis 1978 Schuldienst (Beamter auf Lebenszeit). Flucht vor der Perspektive eines lebenslang vorgezeichneten Wegs. Eröffnung eines kleinen (aber sehr bekannten) Cafés in der Kölner Südstadt, eines Live-Jazzclubs, Organisation von mehreren Open-Air Festivals (Jazz, Blues, Latin), Arbeit als freier Journalist (Zeitschriften, Deutschlandfunk und WDR-Radio, Autor und Realisator von verschiedenen Beiträgen für das WDR-Fernsehen), Küchenchef im Restaurant seiner Ehefrau, Programmverantwortlicher und Gesellschafter der Rheinterrassen/Tanzbrunnen GmbH in Köln, die den privatisierten städtischen Veranstaltungspark in Nachbarschaft der Kölner Messe betrieb. !997/98 Verkauf der Anteile und Umsiedlung nach Portugal (Fuzeta/Ostalgarve), wo er bis 2010 mit seiner Frau das Restaurant „La Plage“ betrieb. Neben der Arbeit im Restaurant Autor von fünf Kinderbüchern, von denen das erste auf der Frankfurter Buchmesse 2011 vorgestellt wird („Der kleine Seehund in Seeland“ - Verlag Gebrüder Kornmayer, Rödermark). Franz Bludau, geboren 1949 in Vlotho/Weser, studierte Philosophie und Germanistik in Münster/Westf., Mainz und Berlin. Nach dem Examen war er einige Jahre in der Jugendhilfe, u.a. als Heimleiter tätig, arbeitete danach als Autor für Wirtschaft, Politik und Verlage. 2001 veröffentlichte er zusammen mit Lothar Lienicke im Stamp Media Verlag, Kiel, Todesautomatik. Die Staatssicherheit und der Tod des Michael Gartenschläger. Das Buch erschien 2003 als überarbeitete Neuauflage im Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M.. Die 2. Auflage wurde 2008 herausgegeben. Mitarbeit an der TV-Dokumentation Gegen die Grenze (RBB 2004) sowie an dem TV-Spielfilm Die Todesautomatik (ZDF 2007). Franz Bludau lebt als freier Autor in Preetz (Holstein).
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